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Exklusiv im Interview:
Lotte Ledl

Lotte_Ledl_im_Interview_mit_Heimatkanal
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Eine der bedeutensten Charakterdarstellerinnen des Heimatfilms feiert am 16. März ihren 90. Geburtstag: Lotte Ledl. Heimatkanal macht sie deshalb zum Filmstar des Monats März und zeigt jeden Mittwoch um 20:15 Uhr einen Film mit ihr. Außerdem hat Lotte Ledl im Heimatkanal-Interview auf die letzten 90 Jahre zurückgeblickt. Dabei schwelgt sie in Erinnerungen an ihre zahlreichen Filmdrehs und erzählt über ihre Liebe zum Theater.

Über Lotte Ledl

Dass Lotte Ledl auf die Theaterbühne möchte, stand schon früh fest und kein anderer Beruf wäre in Frage gekommen, wie sie im exklusiven Interview mit Heimatkanal erzählt. Von 1949 bis 1951 absolvierte Lotte Ledl das Max-Reinhardt-Seminar in Wien und debütierte als Helena in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" in Strobl. Ab 1952 spielte sie am Volkstheater und später auch im Theater am Parkring sowie am Residenztheater in München. Bereits 1950 war die Schauspielerin auch in ihren ersten Filmrollen zu sehen. Jeden Mittwoch im März zeigt Heimatkanal einen Film mit der Schauspielerin: "Der Förster vom Silberwald" (4.3., 20:15 Uhr), "Die Sennerin von St. Kathrein" (11.3., 20:15 Uhr), "Försterliesel" (18.3., 20:15 Uhr) und "Der Schandfleck" (25.3., 20:15 Uhr). Heimatkanal gibt es gemeinsam mit den Schwestersendern Romance TV und GoldStar TV im Paket FERNSEHEN MIT HERZ.

Das exklusive Interview

Lotte Ledl wirft im exklusiven Interview mit Heimatkanal einen Blick auf die vergangenen 90 Jahre. Hier erzählt die Charakterdarstellerin an welchen Filmdreh sie sich noch ganz genau erinnern kann, warum für sie nie ein anderer Beruf in Frage kam und was sie sich für die Zukunft wünscht.

Liebe Frau Ledl, freuen Sie sich auf Ihren Geburtstag und wie werden Sie feiern?

Ich mag eigentlich keine Geburtstage. Ich gebe nicht so viel darauf.

Haben Sie vielleicht einen bestimmten Wunsch zum Geburtstag?

Gesundheit ist das Wichtigste.

Heimatkanal feiert Sie auf jeden Fall und zeigt anlässlich Ihres Geburtstags vier Filme mit Ihnen...

Eigentlich habe ich ja Theater gespielt. Die Filme kamen durch Zufall. Angefangen habe ich im Theater am Parkring nach dem Max-Reinhardt-Seminar in Wien, das waren ganz moderne Kellerbühnen, und von dort hat man mich am Volkstheater engagiert. Dann kamen plötzlich auch Filme auf mich zu. Das habe ich aber alles so nebenbei gemacht. Theater hat mich schon immer mehr interessiert. Ich habe schon mal gerne auch einen Film gemacht, aber Theater habe ich lieber gespielt.

Dennoch haben Sie in vielen Filmen gespielt. Wenn Sie sich an die Filme zurückerinnern, was war Ihr Lieblingsfilm oder Ihre Lieblingsrolle?

Ich weiß es nicht mehr. Es waren so viele Filme. Ich kann mich an das Jahr 1961 erinnern, als ich nur noch in Zügen gewesen bin. In München war Theater, in Köln war Fernsehen und auch Paris war dabei. Es war scheußlich. Ich hatte immer ein Durcheinander in meinem Leben.

Heimatkanal zeigt vier Filme mit Ihnen: „Der Förster vom Silberwald“, „Die Sennerin von St. Kathrein“, „Försterliesel“ und „Der Schandfleck“. Verbinden Sie mit den Filmen besondere Erinnerungen?

Ich habe gerade Theater gespielt, als alle meine Kolleginnen schon bei der Probeaufnahme zu „Der Förster im Silberwald“ waren. Ich wurde dann auch nochmal herbestellt, aber dann hat es geregnet und ich hatte immer noch keine Aufnahme. Ich habe diese Filmrolle trotzdem bekommen. So ist das zustande gekommen. Nach diesem Film kam dann gleich der Nächste. Ich habe in einem Jahr sieben Filme gedreht. Ich habe immer ein Durcheinander gehabt in meinem Leben.

Wenn Sie auf die letzten 90 Jahre zurückblicken, gibt es etwas, das Sie heute anders machen würden?

Nein. Ich habe immer alles auf mich zukommen lassen und das gemacht, was ich wollte.

Was war Ihr ganz persönliches Highlight in Ihrer Karriere?

Mein Kindheitstraum war es einmal eine Burgtheater-Schauspielerin zu werden, einen Film zu machen und um die Welt zu reisen. Das ist mir alles geglückt.

Gab es auch einen Tiefpunkt, an dem Sie sich gefragt haben, ob das Schauspielern das Richtig ist?

Nein, das kam gar nicht in Frage. Es war ja so vielseitig. Ich habe Theater gespielt, Filme und Fernsehen gemacht. Ich war zum Beispiel auch beim ersten Fernsehen in Österreich dabei. Das war eine Selbstverständlichkeit, da habe ich nicht viel überlegt.

Gab es eine Filmrolle, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Es waren einige gute dabei. Was man mir gegeben hat, habe ich gemacht.

Wenn es mit der Schauspielerei nicht geklappt hätte, welcher Beruf wäre noch in Frage gekommen?

Ich hätte es solange versucht, bis es geklappt hätte. Das war für mich eine Selbstverständlichkeit.

Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Das ist schwierig. Auf jeden Fall glaube ich, ich bin keine komplizierte Person. Ich habe gemacht, was man mir angeboten hat. Wenn es zu blöd war, dann eben nicht.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Nein, ich habe keins. Für mich waren Reisen sehr wichtig. Wann immer ich Zeit hatte, bin ich irgendwo hingefahren.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Einfach, dass ich gesund bleibe.

 

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