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Exklusiv im Interview:
Markus Brandl

Der sympathische Markus Brandl feierte vor kurzem seinen Geburtstag. Das nahm Heimatkanal als Anlass um mit dem gebürtigen Bayer über seinen Abschied aus der beliebten Serie "Die Bergretter" und über seine Zukunftspläne zu sprechen. Außerdem verrät er, was sein ganz persönliches Lebensmotto ist.

Über Markus Brandl

Markus Brandl wurde am 18. September 1975 in Rosenheim geboren und wuchs im Brannenburg im Inntal auf. Bereits während der Schulzeit nahm er an Theaterworkshops in München teil. Nach seinem Fachabitur absolvierte er 1999 eine Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule Essen. Es folgten viele Theaterengagements. Bis heute steht Markus Brandl sehr gerne auf der Theaterbühne, wie er im exklusiven Interview mit Heimatkanal verrät. Mit dem Monolog "Rum und Wodka" hatte er 2009 im Münchner Volkstheater Premiere. Erste Erfahrungen vor der Kamera machte Brandl ab 2001 bei einigen Kurzfilmen der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Es folgten mehrere Filme, darunter auch "Inga Lindström: Verliebt in meinen Chef", in dem er in die Rolle des zurückhaltenden jungen Witwers Sven Berggren schlüpfte. Zum absoluten Publikumsliebling wurde er in der Rolle des Tobias Herbrechter in "Die Bergretter" (jeden Freitag um 20:15 Uhr auf Heimatkanal).

Exklusiv im Interview

Der Vollblut-Schauspieler plaudert im Gespräch mit Heimatkanal ganz offen und ehrlich aus dem Nähkästchen. Seit Start der beliebten Serie "Die Bergretter" im Jahr 2009 war Markus Brandl als Tobias Herbrechter ein fester Bestandteil der Erfolgsreihe. Nun widmet er sich anderen Projekten, wie er im Interview erzählt. Welche Zukunftspläne Markus Brandl hat und noch vieles mehr erfahren Sie im Interview.

Herr Brandl, feiern Sie gerne Geburtstage?

Sie meinen, bei einer Schnapszahl würde sich das anbieten? :-) Wenn es passt, feiere ich auch schon gerne. Dieses Jahr dreht meine Frau bei den „Bergrettern“ in der Ramsau. Deswegen werde ich spontan den Tag mit meinen Kindern, meiner Mutter und einem Freund verbringen. Mal schauen: Vielleicht in einem Biergarten was Essen gehen oder am Starnberger See ein Elektroboot ausleihen. Uns wird schon was einfallen.

Meine 40igsten wollte ich z.B. nicht feiern, da hatte ich zu viel zu tun und keine Zeit etwas vorzubereiten. Meine Frau hatte mir dann eine Überraschungsparty organisiert. Da kamen auch viele alte Freunde und Kollegen. Martin Gruber, Martin Klempnow aus Köln, Monika Baumgartner... Luise Bähr hatte ich noch zuvor am Set gesehen und war dann ziemlich baff, als sie plötzlich 3 Stunde später wieder in München vor mir stand und „Happy Birthday“ gesungen hat.

Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

Gesundheit!

Wenn Sie auf die letzten Jahre zurückblicken, gibt es etwas, dass Sie heute anders machen würden?

(Nein, ich würde alles genauso machen, zumindest fällt mir da jetzt konkret nichts ein.) Früher konnte ich mich Tage über einen „Fehler“ ärgern. Das ist besser geworden. Es bringt ja nichts. Fehler sind ja das Spannende und Menschliche. Sie machen uns zu dem was wir sind.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Wenn du jemanden brauchst, dem du vertrauen kannst, traue dir selbst. (Bob Dylan)

Seit Anfang an waren Sie in der beliebten Serie „Die Bergretter“ dabei. Was waren die Gründe für den Ausstieg?

Es kann nur etwas Neues entstehen, wenn man alte Dinge loslässt. Bei einem Drehzeitraum von sechs, sieben Monaten, ist es schwierig, andere Projekte anzunehmen. Jetzt möchte ich für neue Film und Theaterproduktionen verfügbar sein.

Eine so lange und erfolgreich laufende Serie schafft bestimmt auch eine „echte“ Familie am Set innerhalb des Teams. Was werden Sie nach Ihrem Ausstieg bei „Die Bergretter“ besonders vermissen?

Wahrscheinlich die schöne Landschaft mit Ihren wunderbaren Menschen und meine lieben Kollegen. Wichtig ist aber was bleibt. All die schönen Erinnerungen, Erfahrungen und Begegnungen. So, wie der Dachstein (den ich jetzt gerade aus dem Fenster bewundern kann) stehen bleibt, werden die Freundschaften bestehen. Robert Lohr ist einer meiner besten Freunde geworden und das wird sich auch nicht ändern.

Welche neuen Projekte stehen bei Ihnen nach „Die Bergretter“ an und auf welches freuen Sie sich ganz besonders?

Jetzt genieße ich noch die letzten Drehtage für „Die Bergretter“ in der Ramsau. Am 22. / 23. Oktober stehe ich, auch zum letzten Mal, mit dem Soloabend „Rum und Wodka“ auf der Bühne des Münchner Volkstheaters. Dafür werde ich mich vorbereiten. Da darf ich mich zwei Stunden, begleitet von einem Musiker, voll austoben. Das ist eine schöne Herausforderung, die mir große Freude bereitet. Gerne vorbeikommen! 

Jeden Freitag zeigt Heimatkanal um 20:15 Uhr „Die Bergretter“. Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat ist meine Familie. Heimat ist da wo es weh tut. Wenn ich durch mein altes Dorf fahre, bekomme ich immer ein Ziehen im Bauch. (Übrigens ging mir das jetzt auch so, als ich nach längerer Zeit wieder in die Ramsau gefahren bin.) Das sind die Erinnerungen. Die Vergänglichkeit wird einem bewusst. Heimat hat auch viel mit einer gemeinsamen Sprache und Humor zu tun.

Drehen Sie lieber actiongeladene Serien oder Liebesromanzen (wie zum Beispiel „Inga Lindström: Verliebt in meinen Chef“ auf Romance TV)?

Es kommt auf das Drehbuch und die Rolle an. Am liebsten konfliktreiche, widersprüchliche Figuren mit Abgründen. Solche Figuren sind realer, näher am Leben und bieten einen großen Spielraum. Ich würde aber auch gerne mehr Komödien drehen. Die Menschen zum Lachen zu bringen ist die größte Kunst!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir mal für eine Zeit im Ausland zu leben.

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