Sein Weg zum gefeierten Operetten-Komponisten hat filmreife Züge. Ein verbotenes Duell beendete abrupt die Offizierskarriere von Ralph Benatzky (1884-1957) in der österreichischen Armee. Daraufhin studierte er Germanistik, Philosophie und Musik und verfasste freche und frivole Lieder fürs Kabarett. Ein lehrreiches Intermezzo, bevor er in der damaligen Operettenmetropole Berlin schnell zu einem der Großen wird. Mit umjubelten Aufführungen fürs Große Schauspielhaus: darunter "Casanova" (1928), "Die drei Musketiere" (1929) und Im weißen Rössl (1930), einem der meistgespielten Bühnenwerke.

Zauberhafte Filmfassungen der walzerseligen Operette


Anlässlich des 60. Todestages von Ralph Benatzky präsentieren wir zwei zauberhafte Filmfassungen der walzerseligen Operette am 15. Oktober ab 20:15. Zunächst begeistert Walter Müller in Willi Forsts Verfilmung aus dem Jahr 1952 in der Rolle des pfiffigen Oberkellners Leopold, bevor um 21:40 Peter Alexander in der Version von 1960 die liebestolle Bedienung Im weißen Rössl mimt. Eifersuchtsszenen, turbulente Gefühlsausbrüche und Freudengesänge – all das erwartet Sie in unserer Sonderprogrammierung Das große Heimatkino – Spezial: Eine Nacht im Weißen Rössl.